Was ist Jitter?
Jitter ist die Schwankung der Laufzeit von Datenpaketen in einem Netzwerk. Bei VoIP-Gesprächen kommen Audiopakete dadurch ungleichmäßig oder in falscher Reihenfolge an, was abgehackten, blechernen oder lückenhaften Ton verursacht.
So funktioniert es
Ein Gespräch sendet kleine Audiopakete in festem Takt, typischerweise alle 20 Millisekunden. Verzögert das Netz manche Pakete stärker als andere, kommen sie mit unregelmäßigen Abständen an.
VoIP-Telefone nutzen einen Jitter-Buffer, der Pakete kurz zwischenspeichert und gleichmäßig abspielt. Ein größerer Buffer glättet mehr Jitter, erhöht aber die Verzögerung, und zu spät eintreffende Pakete werden verworfen.
Jitter wird in Millisekunden gemessen. Als Faustregel gelten unter 30 ms als gut für Sprache, regelmäßig höhere Werte werden hörbar.
Warum es wichtig ist
Gesprächsqualität
Jitter ist einer der Hauptgründe, warum ein VoIP-Gespräch auf einer sonst schnellen Leitung schlecht klingt.
Leicht zu diagnostizieren
Ein Netzwerktest mit Jitter, Latenz und Paketverlust zeigt, wo das Problem liegt.
Meist lösbar
Kabelverbindung, Priorisierung des Sprachverkehrs und ein entlastetes WLAN lösen die meisten Fälle.
Allo und Jitter
Allo läuft über VoIP, der Ton hängt also wie bei jedem Internettelefonie-Dienst vom Netzwerk ab. Eine stabile Verbindung mit wenig Jitter sorgt für die klarsten Gespräche.
Häufige Fragen
Überlastete Netze, ausgelastetes WLAN, Router ohne Priorisierung des Datenverkehrs und lange oder wechselnde Routen durch das Internet.
Latenz ist die Zeit, bis ein Paket ankommt. Jitter ist, wie stark diese Zeit schwankt. Paketverlust ist der Anteil der Pakete, die nie ankommen. Alle drei beeinflussen die Gesprächsqualität.
Nach Möglichkeit per Kabel verbinden, QoS am Router aktivieren, um Sprache zu priorisieren, große Downloads während Gesprächen vermeiden und überfüllte WLAN-Kanäle meiden.