Was ist die Rufnummernanzeige (Caller ID)?
Die Rufnummernanzeige (Caller ID) zeigt die Nummer des Anrufers und teils einen Namen auf dem Telefon an, bevor das Gespräch angenommen wird. Die Nummer liefert der Netzbetreiber des Anrufers, der Name stammt in Nordamerika aus einer separaten Datenbankabfrage namens CNAM.
So funktioniert es
Beim Verbindungsaufbau sendet der Netzbetreiber des Anrufers die Rufnummer mit der Signalisierung. Der Netzbetreiber der Gegenseite reicht sie an das Telefon weiter, das sie anzeigt.
Ein Name wird nicht mit dem Anruf übertragen. In Nordamerika schlägt ihn der empfangende Netzbetreiber anhand der Nummer in einer CNAM-Datenbank nach. Smartphones gleichen die Nummer außerdem mit den gespeicherten Kontakten ab.
Da die Nummer von der Anruferseite stammt, lässt sie sich fälschen. STIR/SHAKEN, ein in den USA und Kanada eingesetztes Verfahren, erlaubt Netzbetreibern, Anrufe zu signieren und zu bestätigen, dass der Anrufer diese Nummer nutzen darf.
Warum es wichtig ist
Annahmequote
Bekannte Nummern werden angenommen, unbekannte ignoriert. Eine einheitliche, seriöse Nummer zahlt sich aus.
Kontext vor dem ersten Wort
Der Abgleich mit Kontakten oder dem CRM zeigt, wer anruft und worum es geht.
Vertrauen
Als Spam markierte oder nicht bestätigte Anrufe werden oft blockiert oder gekennzeichnet, was Outbound-Teams schadet.
Allo und Rufnummernanzeige
Allo gleicht eingehende Nummern mit Ihren Kontakten und dem CRM ab und zeigt vor dem Annehmen, wer anruft. Eine Namensanzeige per CNAM (Branded Caller ID) oder Local-Presence-Wahl bietet Allo nicht.
Häufige Fragen
CNAM (Caller ID Name) ist die Datenbank, die in Nordamerika einer Rufnummer einen Namen mit bis zu 15 Zeichen zuordnet. Der empfangende Netzbetreiber fragt sie beim Anruf ab, der Anrufer sendet den Namen nicht mit.
Beim Spoofing wird absichtlich eine falsche Nummer übertragen, oft damit der Anruf lokal oder vertrauenswürdig wirkt. In Deutschland ist das Übermitteln falscher Rufnummern nach dem TKG unzulässig, in den USA ist Spoofing mit Betrugs- oder Schädigungsabsicht verboten.
Netzbetreiber und Apps kennzeichnen Nummern anhand von Anrufmustern und Beschwerden, etwa vielen kurzen ausgehenden Anrufen. Registrierte Nummern und ein vernünftiges Anrufvolumen senken das Risiko.